80. Auktion


Los 4
Limit: 180 €

Barockes Jagdgewehr, beschnitzter Schaft mit Sterneinlage, auf Perkussion aptiert, um 1740

Jagdgewehr im Kaliber 15 mm mit an der Kammer achtkantigem, nach Übergangsring rundem, glattem Lauf ohne Signatur und Marken, Messingkorn an der Mündung. Steinschloss auf Perkussion aptiert: flache Schlossplatte in Steinschlossform mit spitz auslaufendem Schwanz, S-förmig geschwungener Hahn, Schlossblatt und Hahn mit Rankengravur. Barock beschnitzter Nussbaum-Vollschaft mit Rocaillen und Blattranken, deutscher Backenkolben, auf der Backe große sechszackige Sterneinlage, die Strahlen zweifarbig in Bein und Horn eingelegt; an der rechten Kolbenseite Kolbenfach mit hölzernem Schiebedeckel und Messingkappe. Messingbeschläge: Kolbenkappe mit langer Oberschiene, mehrfach geschweifter Abzugsbügel mit Fingermulden, Gegenblech in Rankenform und Ladestockröhrchen, Ladestock vorhanden; eiserne Riemenbügel am Vorderschaft und am Kolben. Altersgemäßer Zustand, Eisenteile fleckig mit leichter Narbung, Schaft mit einzelnen Wurmlöchern am Kolben, Schnitzerei gut erhalten, Hahn rastet nicht in der zweiten Position ein, Mechanik dadurch bedingt funktionsfähig. Bitte besichtigen. L. 125 cm.

Rocaillen, das Muschelwerk, nach dem das Rokoko benannt ist, prägten zwischen 1730 und 1760 das Kunsthandwerk; auf Jagdwaffen dieser Jahrzehnte erscheinen sie als Schnitzerei am Schaft wie als Gravur und Stahlschnitt an Schloss und Beschlägen. Zur Ausstattung der Jagdgewehre des 18. Jhs. gehörten der Vollschaft aus Nussbaum, Einlagen aus Bein und Horn und das Kolbenfach, in dem die Pflaster für das Laden verwahrt wurden. Die Perkussionszündung, 1807 von Alexander Forsyth patentiert und seit den 1820er Jahren mit dem Zündhütchen verbreitet, machte das Steinschloss entbehrlich; ältere Steinschlosswaffen wurden deshalb im 19. Jh. aptiert, also auf Perkussion umgebaut, und blieben so als Jagdgewehre in Gebrauch. Freier Vorderlader, Erwerb ab 18 Jahren.


Euro
Vorgebot prüfen
^

Eingabe Ihres Gebotes

close
Euro
Vorgebot prüfen

Vorgebot speichern

close

Los

Limit:

Ihr Maximalgebot: €

telefonisch

Bei Telefongeboten, bieten Sie automatisch das Limit bzw. das eingetragene Vorgebot (telefonisches mitbieten erst ab 100 € möglich). Erst nach ausgereiztem Limit/Vorgebot, rufen wir Sie zum Aufruf des nächsten Bietschrittes des Loses an. Ihr Gebot wird bis zum eingetragenen Vorgebot als schriftliches Gebot behandelt und selbstverständlich nur soweit wie nötig ausgereizt.

Bei Speicherung Ihrer Vorgebote auf der Gebote-Liste können Sie diese ändern oder löschen, bis Sie diese übermittelt haben. Ohne Übermittlung Ihrer Vorgebote werden diese nicht berücksichtigt. Die Übermittlung muss vor Auktionsbeginn stattfinden.

Die Übermittlung können Sie jetzt mit „Vorgebot direkt übermitteln“ oder später unter dem Menüpunkt "Gebote" durchführen.

Newsletter

close

Kundenkonto - Login

close
Zugangsdaten vergessen?
Registrierung
close