Englisches Perkussionsgewehr, Militärversion, Halbschaft, Rankengravur am Schloss, 1850 bis 1880
Eisen und Holz, halbgeschäftetes Perkussionsgewehr, Militärversion, Vorderlader, England, 1850 bis 1880. Rundlauf, am Ansatz die Prägenummer „265“, Halbschaft mit messingfarbener Vorderschaftkappe, beidseitig ovale messingfarbene Schraubenplatte am Vorderschaft, eiserner Ladestock in zwei Röhrchen. Perkussionsschloss mit hinten gerundeter Schlossplatte und Rankengravur, Hahn mit Rankengravur, Piston, auf der Gegenseite rautenförmiges messingfarbenes Gegenblech mit Schlossschraube, messingfarbener Abzugsbügel, auf dem Kolben eine geschweifte messingfarbene Platte mit schlüssellochförmigem Ausschnitt, mit zwei Schrauben befestigt, mit rundem Deckel eines Kolbenfachs, Riemenbügel am Kolben. Altersgemäßer Zustand, Mechanik funktioniert, kleiner Riss unter dem Schloss hin zum Abzug. L. 121 cm
Die Rankengravur auf Schlossplatte und Hahn zeigt die handwerkliche Ausführung des Perkussionsschlosses, dessen Zündhütchensystem Alexander John Forsyth 1807 patentierte. Der Hahn schlägt dabei auf das Zündhütchen auf dem Piston, was die Zündung gegenüber dem Steinschloss wetterfester machte. Halbgeschäftete Perkussionsgewehre mit Rundlauf und Ladestock in Röhrchen gehören zu den Vorderladern aus der Zeit vor den Hinterladern, die sich ab der Mitte des 19. Jhs. durchsetzten.