80. Auktion


Los 19
Limit: 160 €

Waidpraxe Jagdmesser mit Eisengefäß, Hirschhorngriff und Kupfermarke mit Doppelkrone, 18./19. Jh.

Stahl, Eisen, Kupfer, Hirschhorn. Waidpraxe (Praxe) mit breiter, leicht gebauchter Rückenklinge mit spitz zulaufendem Ort. Eisernes Kreuzgefäß mit geraden, am Ende gespaltenen Parierarmen und rundem Stichblatt an der Klingenwurzel; im Mittelstück des Gefäßes ein eingelassenes rundes Kupferplättchen mit Doppelkrone, zwei übereinander eingeschlagene Kronen. Hirschhorngriff mit eiserner Griffkappe mit Kugelabschluss. Ohne Scheide. Klinge gereinigt, mit Rostnarben, das Eisen mit Alterspatina. L. 57 cm, Klingenlänge 43,5 cm, Klingenbreite ca. 5 cm.

Die Waidpraxe, kurz Praxe, ist das schwere Haumesser der höfischen Jagd, eine Sonderform der Hippe, und bildete seit dem 16. Jh. das Hauptstück des Waidbestecks, mit dem das erlegte Wild zerwirkt wurde: Die breite Klinge diente dem Zerteilen, die in der Scheide mitgeführten kleinen Messer, Gabel und Pfriem dem Aufbrechen. Kennzeichnend für die Gattung sind die schwere, einschneidige Klinge mit breitem Rücken, das eiserne Kreuzgefäß und der Griff aus Hirschhorn; Schmiedemarken in Kupfereinlage sind an sächsischen Waidpraxen des 17. Jh. überliefert. Aus Sachsen haben sich besonders viele solcher Jagdbestecke erhalten: Ein in Dresden gefertigtes Waidbesteck mit Wappen und Initialen des Kurfürsten Christian II. von 1609 bewahrt das Art Institute of Chicago, ein weiteres aus dem 18. Jh. die Waffensammlung der Familie von Pückler in Schloss Branitz. Im Waidwerk stand die Praxe neben dem Hirschfänger, der dem Abfangen des Wilds diente.


Euro
Vorgebot prüfen
^

Eingabe Ihres Gebotes

close
Euro
Vorgebot prüfen

Vorgebot speichern

close

Los

Limit:

Ihr Maximalgebot: €

telefonisch

Bei Telefongeboten, bieten Sie automatisch das Limit bzw. das eingetragene Vorgebot (telefonisches mitbieten erst ab 100 € möglich). Erst nach ausgereiztem Limit/Vorgebot, rufen wir Sie zum Aufruf des nächsten Bietschrittes des Loses an. Ihr Gebot wird bis zum eingetragenen Vorgebot als schriftliches Gebot behandelt und selbstverständlich nur soweit wie nötig ausgereizt.

Bei Speicherung Ihrer Vorgebote auf der Gebote-Liste können Sie diese ändern oder löschen, bis Sie diese übermittelt haben. Ohne Übermittlung Ihrer Vorgebote werden diese nicht berücksichtigt. Die Übermittlung muss vor Auktionsbeginn stattfinden.

Die Übermittlung können Sie jetzt mit „Vorgebot direkt übermitteln“ oder später unter dem Menüpunkt "Gebote" durchführen.

Newsletter

close

Kundenkonto - Login

close
Zugangsdaten vergessen?
Registrierung
close