Osmanischer Offizierssäbel mit Halbmond und Stern, Zierätzungen und graviertem Händlernamen
Stahl und Messing. Messinggriffstück mit D-förmigem Bügel, auf dem Parierlappen Halbmond und Stern graviert. Pertinaxgriffstück mit dreifacher Drahtwicklung. Einfach gekehlte Klinge mit aufwendigen Zierätzungen, darunter Halbmond- und Sternmotive sowie florale Ornamente. Auf dem Klingenrücken die Händlergravur „Gounalis Marcopoulos & Cie." – ein Handelsunternehmen mit Sitz in Genf und Konstantinopel. Scheide nachlackiert. Guter, getragener Zustand. Gesamtlänge 95 cm, Klingenlänge 76 cm.
Der Säbel zeigt die charakteristischen Symbole des Osmanischen Reiches: Halbmond und Stern, die 1844 offiziell in die Flagge des Osmanischen Reiches aufgenommen wurden und als Zeichen staatlicher Autorität dienten. Die Zierätzungen mit floralen Ranken und Trophäen sind typisch für osmanische Offizierssäbel des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Händlergravur „Gounalis Marcopoulos & Cie." verweist auf ein griechisch-schweizerisches Handelsunternehmen, das im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert mit Sitz in Genf und Konstantinopel tätig war. Osmanische Offizierssäbel wurden häufig von europäischen Herstellern – insbesondere aus Solingen – gefertigt und über solche Handelsunternehmen im Osmanischen Reich vertrieben. Die Klingen boten oft eine Freistelle für die Gravur des jeweiligen Händlers.