Mutterkreuz in Gold im Etui (A. Stubbe, Berlin), KVK mit Schwertern und Treudienst-Ehrenzeichen
Verschiedene Metalle, Emaille, textile Bänder, Kunststoff. Konvolut aus drei Orden: 1) Ehrenkreuz der Deutschen Mutter in Gold, vergoldet mit blauer und weißer Emaille, zentrales Medaillon mit Hakenkreuz und Umschrift „DER DEUTSCHEN MUTTER", an blau-weißem Schleifenband, im zugehörigen schwarzen Etui, Deckelinnenseite bezeichnet „Alfred Stubbe, Berlin", kleiner Emailschaden am unteren Kreuzarm. 2) Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern 1939, in originaler Papiertüte bezeichnet „Kriegs-Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern". 3) Treudienst-Ehrenzeichen für 25 Jahre, Silber, an kornblumenblauem Band. Etui mit stärkeren Gebrauchsspuren. Orden insgesamt im altersgemäß getragenen Zustand.
Das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter wurde am 16. Dezember 1938 gestiftet und ab dem 21. Mai 1939 verliehen. Die Goldstufe war die höchste Klasse und wurde an Mütter mit acht oder mehr Kindern vergeben. Die Silberstufe galt für sechs bis sieben, die Bronzestufe für vier bis fünf Kinder. Insgesamt wurden rund drei Millionen Mutterkreuze verliehen. Der Hersteller Alfred Stubbe mit Sitz in Berlin S.W. 19 ist als dokumentierter Produzent von Mutterkreuzen bekannt. Das beiliegende Kriegsverdienstkreuz und das Treudienst-Ehrenzeichen deuten auf einen familiären Zusammenhang – die Auszeichnungen des Ehemannes könnten zusammen mit dem Mutterkreuz aufbewahrt worden sein.