Französische Machete Coupe-Coupe Modell 1916 mit Lederscheide, Carrette et Cie Paris
Stahl, Holz und Leder. Breite, einschneidige Klinge mit geradem Rücken und leicht abgeschrägter Spitze. Holzgriff mit drei Messingnieten befestigt. Auf der Klinge der Herstellerstempel „Carrette et Cie Paris" und die Jahreszahl 1916. Genähte Lederscheide mit Gürtelschlaufe auf der Rückseite. Die Klinge mit flächiger Korrosion und Narbigkeit, der Holzgriff mit gleichmäßiger Alterspatina und leichten Gebrauchsspuren, die Nieten mit grünlicher Oxidation. Die Lederscheide gut erhalten mit natürlicher Bräunung. Gesamtlänge 53 cm, Klingenlänge 36,5 cm.
Die Machete Coupe-Coupe Modell 1916 war eine Standardbewaffnung der französischen Kolonialtruppen im Ersten Weltkrieg, insbesondere der Tirailleurs Sénégalais. Der Name „Coupe-Coupe" leitet sich vom französischen Verb „couper" (schneiden) ab. Diese Waffen wurden sowohl als Arbeitsgerät zum Freischlagen von Vegetation als auch als Nahkampfwaffe im Stellungskrieg eingesetzt. Der Hersteller Carrette et Cie in Paris war einer der Hauptlieferanten der französischen Armee für diesen Waffentyp. Das Fertigungsjahr 1916 fällt in die entscheidende Phase des Ersten Weltkriegs, in der die Tirailleurs Sénégalais unter anderem bei der Schlacht um Verdun eingesetzt wurden.